Im ersten Anlauf unseres Projektes fuhren wir einen recht einfachen Ansatz: Die Idee war für das Thema Soziale Applikationen ein Weblog zu eröffnen und dort regelmässig Fragen und Antworten einzustellen. So weit, so gut.
Beschäftigt man sich aber mit diesen Fragen und erhält Antworten entsteht Wissen, das man archivieren und dokumentieren möchte.
Für diese Art von Inhalten sind Weblogs ungeeignet.
Der Grund ist einfach: Weblogs sind primär Tagebücher. Sie geben effizient Aufschluss darüber, wie sich ein Thema, ein Projekt, ein Mitarbeiter oder ein Unternehmen entwickelt. Tendentiell veralten Blog-Einträge aber über die Zeit, und das in ihnen gesammelte Wissen wird im Weblog-Archiv zum Bodensatz.
Zwar kann ich es mit Tags oder Kategorien wiederfinden, aber letztendlich ist der Zugriffsschlüssel beim "Stellen einer Frage" falsch.
Ein weiteres Problem ensteht, wenn neue Erkenntnisse zu einem alten Thema auftauchen und in der Folge zu neuen Blog-Einträgen führen. Dieses Problem der Verknüpfung mit historischen Einträgen ist letztendlich eines der Versionierung. Es tritt insbesondere beim "Suchen und Finden" im Weblog auf. Die Frage ist dann oft: "Gibt es zu dem was ich hier gefunden habe neuere Erkenntnisse?"
Eine Lösung für das Problem Wissensmanagement bieten Wikis, und konsequenterweise sind wir gerade dabei unseren Webauftritt um so eine Wiki zu erweitern.
Das Weblog bleibt jedoch der Einstiegspunkt für unsere Projekt, denn Wikis scheitern im Vergleich zum Weblog an einer anderen Stelle: Sie zeigen nur ineffizient, wie sich Wissen weiterentwickelt und was es an Neuigkeiten gibt.
Nachrichten sind ganz klar eine Weblog-Geschichte.
Heute beginnen unser Projekt socialapps in einer Form, mit der wir das erste mal wirklich zufrieden sind. Aufmerksame Beobachter unserer Seite werden bereits erste Schritte für dieses Projekt beobachtet haben. Diese waren nötig, um unseren Stil, unsere Struktur und unsere Inhalte zu finden.
Mit Weblog und Wiki steht nun unsere Infrastruktur (der Auswahlprozess hierfür wird einer der ersten Artikel), und wir haben das Wichtigste, was man für ein Projekt dieser Art braucht , gefunden: Ein klar definiertes Ziel.
Dieses ist, den wachsenden Markt der sozialen Applikationen nach Erfolgsmustern für den Unternehmenseinsatz zu durchleuchten und hier öffentlich zu dokumentieren.
Es wird also spannend, denn noch ist Europa (und insbesondere der deutschsprachige Raum) was diese Anwendungen angeht ein Entwicklungsland. Wir wollen mit unserer Seite dazu beitragen, dass sich dieser Zustand zum Guten hin verbessert.