Die Grundvoraussetzungen für Soziale Applikationen wie Wiki und Weblog sind Offenheit und Transparenz. Es geht schließlich um die Wissens-Dokumentation und Wissens-Förderung.
Oft von mir gehörte Einwände gegen das Teilen von Wissen ist jedoch "die anderen machen es ja auch nicht" oder "damit mache ich mich ja überflüssig".
Doch ist der exklusive Besitz eines Wissens das wofür mich ein Arbeitgeber bezahlt? Liegt mein Nutzen für ein Unternehmen rein in dieser Unverzichtbarkeit?
Ich denke man entlohnt mich eher dafür, dass ich die Verantwortung für von mir übernommene Aufgaben und angebotene Lösungen übernehme.
Ein Beispiel dazu aus meinem Projektalltag:Meine Arbeit in Unternehmen ist häufig von Helpdesks unterstützt. Benutzer erfassen Tickets mit Problemen, und auf die eine oder andere Art gelangen einige davon irgendwann zu mir.
Ein häufiges Verhalten in solchen Helpdesk-Systemen ist es, Rückfragen zu stellen, bis die Problemstellung begriffen ist. Danach geht das Ticket in einen Status a la "in Arbeit", und bis zur Lösung des Problems passiert nicht mehr viel. Erst wenn das Ticket gelöst ist, folgt dann oft noch ein letztes Update in der Form "Problem sollte jetzt nicht mehr auftreten".
Wo steckt das Wissen in diesem Prozess? Nun, ganz klar in der erarbeiteten Lösung. Und für mich ist es extrem wichtig diese Lösung detailliert im Ticket zu dokumentieren. Ich teile die Lösung so öffentlich mit meinen Kollegen. Und ja: Sie werden ähnliche Tickets viel schneller bearbeiten können als ich beim initialen Ticket. Und vielleicht werde ich für diese Problemstellung danach nicht mehr wirklich gebraucht. Genau das ist die oben skizzierte Angst, sich "überflüssig" zu machen.
Meine Beobachtung ist jedoch eine völlig andere, und der Effekt für mich ist extrem positiv:
Oft von mir gehörte Einwände gegen das Teilen von Wissen ist jedoch "die anderen machen es ja auch nicht" oder "damit mache ich mich ja überflüssig".
Doch ist der exklusive Besitz eines Wissens das wofür mich ein Arbeitgeber bezahlt? Liegt mein Nutzen für ein Unternehmen rein in dieser Unverzichtbarkeit?
Ich denke man entlohnt mich eher dafür, dass ich die Verantwortung für von mir übernommene Aufgaben und angebotene Lösungen übernehme.
Ein Beispiel dazu aus meinem Projektalltag:Meine Arbeit in Unternehmen ist häufig von Helpdesks unterstützt. Benutzer erfassen Tickets mit Problemen, und auf die eine oder andere Art gelangen einige davon irgendwann zu mir.
Ein häufiges Verhalten in solchen Helpdesk-Systemen ist es, Rückfragen zu stellen, bis die Problemstellung begriffen ist. Danach geht das Ticket in einen Status a la "in Arbeit", und bis zur Lösung des Problems passiert nicht mehr viel. Erst wenn das Ticket gelöst ist, folgt dann oft noch ein letztes Update in der Form "Problem sollte jetzt nicht mehr auftreten".
Wo steckt das Wissen in diesem Prozess? Nun, ganz klar in der erarbeiteten Lösung. Und für mich ist es extrem wichtig diese Lösung detailliert im Ticket zu dokumentieren. Ich teile die Lösung so öffentlich mit meinen Kollegen. Und ja: Sie werden ähnliche Tickets viel schneller bearbeiten können als ich beim initialen Ticket. Und vielleicht werde ich für diese Problemstellung danach nicht mehr wirklich gebraucht. Genau das ist die oben skizzierte Angst, sich "überflüssig" zu machen.
Meine Beobachtung ist jedoch eine völlig andere, und der Effekt für mich ist extrem positiv:
- Das Teilen des Wissens wird vom Unternehmen und Kollegen als wertvolle Hilfestellung empfunden
- Ich werde weiterhin benötigt, da ich ja die Verantwortung für den Lösungsansatz behalte (das Reproduzieren eines Lösungsansatzes ist nicht die eigentliche Leistung)
- Ich kann mich als fachlich kompetent zu einem Thema darstellen
- Ich beschäftige mich primär mit neuen, bisher unbeantworteten Problemen sowie der Verfeinerung bereits gefundener Lösungsansätze, was meine Arbeit spannender macht
- Routinearbeiten gelangen in die Hände vieler, und die Arbeit in der Abteilung wird deutlich effizienter
- Kollaboration und das "sich Austauschen" über Lösungsansätze wird gefördert



