Frischer Wind für's Blog dank Twitter

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Bloggen ist tot! So hört man es an allen Stellen im Internet. Und ein wenig stimmt das auch: Zu Anfang der Weblog-Bewegung war die Stärke von Weblogs gegenüber statischen Webseiten ja, dass man auf Ihnen mit seinen Lesern in die Diskussion einsteigen konnte. Kommentare machten das möglich. Auch neu war die Möglichkeit, sich zu verbinden: Blogger richteten Blogrolls ein, um andere Blogs zu nennen, die ihnen empfehlenswert erschienen. Und ja, all das tun wir nicht mehr: Kaum einer der die Kommentarfunktion noch nutzt, kaum jemand der seine Blogroll noch pflegt.

Ist Bloggen tot? Und das nur, weil nicht mehr auf unserem Weblog kommentiert wird? Ich denke nein, denn Kommentieren ist nicht das Herzstück des Bloggens. Das Herzstück des Bloggens ist es, Artikel zu schreiben. Für sein Blog ein Thema festzulegen, und halbwegs regelmässig darüber zu berichten. Gibt es dafür ein besseres Werkzeug als ein Blog? Ich denke nicht. Genau dieser Teil, das Erstellen von Inhalten, geht mit einem Weblog wunderbar leicht von der Hand. Und neue Möglichkeiten wie das Mobile Blogging machen es sogar immer einfacher, rund um die Uhr Artikel einzustellen.

whitehouseblog.jpgWas ist nun aber eigentlich gestorben? Nur die Art, wie über meine Inhalte diskutiert wird. Schlimm ist das jedoch nicht: Wenn die Diskussion über meine Inhalte jetzt an anderer Stelle stattfindet, wertet das nicht das Thema "Bloggen" an sich ab. Es scheint halt für meine Leser dort draussen einfach bessere Orte zu geben, um über Inhalte zu diskutieren als mein Weblog selbst.

Ich glaube, wir hatten nie bessere Werkzeuge an der Hand als jetzt, um unsere Blog-Einträge zur Diskussion zu stellen. Wir müssen als Blogger nur aktiv an diesen neuen Diskussions-Schauplätzen wie Twitter oder Friendfeed teilnehmen, wenn wir wissen wollen, wie über uns geredet wird. Wir verlieren zwar die Kontrolle über die Gespräche über uns, aber exakt das Moderieren von Kommentaren hat uns doch in der Vergangenheit am meisten Zeit und Nerven gekostet. Gut, dass wir uns endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren können. Man darf nur dem Charme der neuen Diskussions-Schauplätze nicht zu sehr erliegen. Aber schließlich will man ja auch eigene Inhalte für die Diskussion haben. Bloggen geht's prima.

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