Fragen und Antworten des E2.0

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Der Informationsgehalt des Internet ist unüberschaubar, wächst jeden Tag und ist ohne Suchmaschinen nicht mehr zu bewältigen. Für viele Nutzer ist darum Google die Startseite ihres Browsers.

Google beantwortet bezüglich eines Themas effizient die Frage, wo ich Informationen dazu finde. Hierzu Volltext-indiziert es die Webseiten dieser Welt. Google indiziert auch die Blogosphere, was eine andere Art von Informationen liefert: In Weblogs finden wir oft Antworten auf die Frage, wie die Meinung zu einem Thema ist. Auch das ist eine interessante Fragestellung, aber das Problem dabei ist, dass Suchmaschinen das gefundene Wissen nach "Relevanz" sortieren und das Alter des Artikels dabei nicht immer die größte Rolle spielt. Auch ist die Teilnahme an der Blogosphäre begrenzt. Somit fliessen nicht alle Meinungen zu einem Thema ein.

Microblogging ist derzeit DER Trend im Internet. Teilnehmer an Microblogging-Plattformen beantworten in einfachen Sätzen die Frage "was sie gerade tun und dabei empfinden". Ziel der Teilnehmer ist dabei sich selbst darzustellen, Sozialkontakte zu pflegen, aber oft auch mal einfach öffentlich Dampf abzulassen.

Gibt es in diesem Informationsstrom einen Nutzen für Unternehmen? Die Antwort ist meiner Meinung nach eindeutig JA, denn Twitter ist mehr und mehr eine Suchmaschine für Stimmungen. Es beantwortet die Fragestellung "Wie denkt die Welt aktuell zu einem Thema" deshalb so souverän, weil das Alter des Eintrags höchste Relevanz hat. Zusätzlich fliessen unglaublich viele Meinungen ein, weil die Inhalte so leicht zu erstellen sind ("kurz, knapp und unpräzise" sind im Microblog akzeptabel, auf Webseite, Wiki oder Weblog eher nicht).

Microblogging-Communities sind primär für Firmen interessant, die wissen wollen, wie der Markt über sie denkt. Für Verbraucher ist im Gegenzug bei der Auswahl eines Produktes neben dem Preis mehr und mehr relevant, dass sich der Produktanbieter für die Meinung des Kunden interessiert.

Microblogging wird damit zu einer wichtigen Kontaktzone zwischen Firmen und Kunden, in der beide "auf Augenhöhe" diskutieren. Das ist der Grund warum mehr und mehr Unternehmen Twitter-Champions einsetzen, die ihre Firma in Microblogs vertreten, Meinungen einsammeln, aber auch potentielle und existierende Kunden betreuen.

Woran man diese Champions im Unternehmen erkennt? Ihre Browser-Startseite ist nicht mehr eine Suchmaschine wie Google, sondern ein Microblog wie Twitter.

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